1. Mai in Krefeld

Apr. 30, 2026

Unser Vorstandsmitglied Klaus Neufeldt nahm in seiner Funktion als Vorsitzender des DGB des Kreises Viersen an der Veranstaltung am 1. Mai in Krefeld teil. Auf dem Bild ist er als Bannerträger (rechts) zu sehen.

Ein Bericht der Rheinischen Post, Ausgabe Krefeld, vom 2. Mai 2026 gibt einen Eindruck von dieser Aktion:

Fakten & Hintergrund

400 Menschen gehen am 1. Mai in Krefeld auf die Straße

Im Mittelpunkt standen Sorgen um Arbeitsbedingungen, Kritik an politischen Debatten und die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt.

Rund 400 Menschen zogen bei der Demo am Tag der Arbeit 2026 über den Ostwall.
Foto: Röse

KREFELD (mrö)
Mit einem Demonstrationszug durch die Innenstadt und einer Kundgebung auf dem Platz der Wiedervereinigung haben am Freitag rund 400 Menschen den Tag der Arbeit begangen. Im Mittelpunkt standen Sorgen um Arbeitsbedingungen, wirtschaftliche Entwicklung – und deutliche Kritik an aktuellen politischen Debatten.

Der Demonstrationszug führte zunächst zum Theaterplatz. Dort schilderte Stephan Schreurs, Betriebsrat der Stadtwerke Krefeld, eindringlich den Alltag im öffentlichen Nahverkehr. Frühschichten ab 3.30 Uhr, Dienste bis tief in die Nacht und lange geteilte Arbeitszeiten machten den Job auf Dauer schwer planbar. „Du bist zwölf Stunden von zu Hause weg – und sollst davon leben“, sagte er.

Auch auf der anschließenden Kundgebung auf dem Platz der Wiedervereinigung zog sich dieses Thema durch die Reden. Die Vorsitzende des DGB-Stadtverbands, Zanda Grundberg, warnte vor einem Abbau von Arbeitnehmerrechten. „Wir haben den Rückwärtsgang eingelegt“, sagte sie mit Blick auf Diskussionen über längere Arbeitszeiten oder Einschnitte bei sozialen Leistungen. Errungenschaften wie der Acht-Stunden-Tag stünden wieder zur Debatte. Die Gewerkschafterin rief zu mehr Engagement auf. Tarifbindung und betriebliche Mitbestimmung seien rückläufig. „Demokratie und soziale Rechte bekommt man nicht geschenkt“, sagte Grundberg. Gerade deshalb sei der 1. Mai weiterhin ein Kampftag.

Oberbürgermeister Frank Meyer (SPD) wies Forderungen aus der Union zurück, den 1. Mai als Feiertag infrage zu stellen. „Das ist eine Provokation, die nicht durchsetzbar ist“, sagte er. Stattdessen müsse man sich auf die „ernsthaften Probleme“ konzentrieren. Meyer hob die Bedeutung der Mitbestimmung hervor. Sie sei „eine Frage der Demokratie“ und unverzichtbar für funktionierende Betriebe.

Deutlich wurde auch die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt. Der Chef der Krefelder Arbeitsagentur, Hasan Klauser, sprach von einer anhaltenden Stagnation. „Es tut sich nicht viel“, sagte er. Die Arbeitslosenquote in Krefeld liege bei 10,8 Prozent. Besonders problematisch sei, dass ein Großteil der Betroffenen keine abgeschlossene Ausbildung habe. „Ohne Qualifikation wird es heute extrem schwer.“ Klauser forderte deshalb einen stärkeren Fokus auf Bildung und Weiterbildung. Diese seien entscheidend für Beschäftigung und wirtschaftliche Entwicklung. Gleichzeitig mahnte er, die wirtschaftliche Stärke nicht kleinzureden. „Wir sind immer noch eine der führenden Wirtschaftsnationen, die drittstärkste der Welt.“

Neben Gewerkschaften, Politik und Arbeitsagentur meldete sich auch die Wirtschaft zu Wort. Georg Geier, Geschäftsführer der iSiempelkamp Gießerei betonte als Vertreter der Initiative „Zukunft durch Industrie“ die Bedeutung einer starken industriellen Basis für die Region.

Die Kundgebung wurde von Musik begleitet, zahlreiche Initiativen, Parteien und Organisationen präsentierten sich mit Ständen. Trotz der angespannten Themen war die Atmosphäre über weite Strecken familiär.


Lieber Kollege, liebe Kollegin,

unsere Vorstandsmitglied Klaus Neufeld bietet an am 1. Mai mit euch gemeinsam nach Krefeld zur Kundgebung zu fahren.

Treffpunkt:    Hauptbahnhof Viersen

Uhrzeit:         9.30  Uhr

Zug:                RB 33 Gleis 5 um 9.45 Uhr.

Für Rückfragen steht euch Klaus Neufeld unter 0176-20065656 gerne zur Verfügung.

GEWerkschaftliche Grüße

i.A. Claudia Dexheimer

Regionalgeschäftsstelle  GEW  KV Viersen